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Börsen in Deutschland

Was ist eine Börse?

Börsen sind die Marktplätze, auf denen Aktien gehandelt werden. Früher schlossen die Makler die Geschäfte mündlich ab, heute geht vieles elektronisch. Wer Aktien handeln will, sollte wissen, welche Börsen es gibt und wo die jeweilige Aktie hauptsächlich gehandelt wird.


Die wichtigsten Börsen in Deutschland

In Deutschland gibt es zwei wichtige Börsen für den Aktienhandel: Die elektronische Handelsplattform Xetra und die Frankfurter Wertpapierbörse. Xetra ist dabei in der Regel etwas günstiger. Ein Handel über Xetra macht deshalb dann Sinn, wenn dort ein sehr liquider Handel der jeweiligen Aktie stattfindet. Das ist zum Beispiel bei allen DAX-Unternehmen der Fall. Bei kleinen Unternehmen mit wenig Handel kann Xetra aber einen Nachteil haben: Teilausführungen. Unseres Wissens nach führt Xetra einen Auftrag immer aus, der nach den Vorgaben möglich ist. Ist er nur teilweise möglich, wird er auch nur teilweise ausgeführt. Im Extremfall erhält man eine Aktie und bezahlt die vollen Gebühren.

An der Frankfurter Wertpapierbörse sind Teilausführungen seltener. Bei uns ist das bisher nur ein Mal vorgekommen und da war die Teilung sinnvoll. Insgesamt bevorzugen wir bei DAX-Aktien oder ähnlich liquide gehandelten Titeln den Xetra-Handel. Bei kleineren Unternehmen mit weniger Aktienhandel nutzen wir auch die Frankfurter Wertpapierbörse, ohne aber auf den Xetra-Handel zu verzichten.


Außerbörslicher Handel

Eine weitere Möglichkeit des Aktienhandels in Deutschland bietet der außerbörsliche Handel über die Tradegate Exchange. Die Kosten sind niedrig und man kann von 8-22 Uhr handeln. Tradegate lässt sich ähnlich nutzen wie Xetra, aber bei liquide gehandelten Aktien bevorzugen wir den Xetra-Handel. Bei weniger liquiden Aktienwerten ist die Tradegate Exchange allerdings eine Alternative.


Weitere Börsen in Deutschland

Die weiteren Börsen in Deutschland (München, Stuttgart, Berlin, Hamburg/Hannover, Düsseldorf) spielen beim Aktienhandel eine untergeordnete Rolle. Wird ein Wert kaum gehandelt oder will man ein größeres Volumen handeln, sind diese Börsen aber eine gute Ergänzung. Fonds hingegen werden über diese Börsen zum Teil schwerpunktmäßig gehandel.


Computerprogramme im Börsenhandel

Übrigens: Auf Xetra und Tradegate sind Computerprogramme im Einsatz, die einen automatisch bis zu einem bestimmten Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufkursen) über- oder unterbieten. Es ist also nicht so leicht, sich an diesen Börsen an die Spitze zu setzen und Aktien günstig zu kaufen oder teuer zu verkaufen. Wir vermuten, dass dafür unter anderem Market-Maker verantwortlich sind. Das sind Börsenmakler, die für einen liquiden Handel insbesondere bei wenig gehandelten Aktien sorgen. In Frankfurt gibt es solche Computerprogramme unseres Wissens nach nicht.


Das Xetra-Orderbuch

Ein Vorteil, den Xetra noch bieten kann, ist das Xetra-Orderbuch. Es ist ein offenes Orderbuch, das heißt man kann jeweils die zehn ersten Einträge der Kauf- und Verkaufgebote sehen. Sie werden mit 15 Minuten Verzögerung veröffentlicht. Das ermöglicht, die eigene Order entsprechend zu platzieren.


Übersicht über alle deutschen Börsen

Xetra
9.00 Uhr - 17.30 Uhr
niedrige Gebühren, offenes Orderbuch

Frankfurt
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen

Tradegate
8.00 Uhr - 22.00 Uhr
niedrige Gebühren

München
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen

Stuttgart
8.00 Uhr - 22.00 Uhr
selten Teilausführungen

Berlin
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen

Düsseldorf
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen

Hamburg
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen

Hannover
8.00 Uhr - 20.00 Uhr
selten Teilausführungen



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